Neue Wege in der Krebsforschung durch Anwendung natürlicher Gesetzmäßigkeiten
Interview mit Dr. Vladimir Bezrookove
Vladimir Bezrookove Ph.D. arbeitet an der Abteilung Molekularbiologie des Medizinischen
Zentrums der Universität Leiden über genetische Krebsforschung. Seine
Arbeitsergebnisse sind in Fachpublikationen veröffentlicht. Er versucht
die Orientierung an natürlichen Gesetzmäßigkeiten in seine wissenschaftlichen
Forschungsmethoden zu integrieren. Wir befragten Vladimir zu seiner speziellen
Methode.
Das Milieu ist wesentlich
Unsere Zellen, fängt Dr. Bezrookove an, haben so viele
Sicherheits- und Reparaturmechanismen, dass es theoretisch unmöglich erscheint,
Krebs zu bekommen und doch passiert es. Die Wissenschaft konzentriert
sich in ihrer Arbeit auf die physischen Bereiche des Körpers; in der Hoffnung,
Krebsursachen in der DNS selber zu finden, wird weiter im Zellinnern und im
Zellkern geforscht. In Krebszellen gibt es auf genetischer Ebene viele Anomalien,
mal nur eine einzige Änderung der Basensequenz in der DNS, mal das Verschwinden
eines Genanteils oder sogar eines ganzen Chromosoms, was dann die Reparaturmechanismen
in einem Zellzyklus stört.
Wer Krebs studiert, sieht was dabei herauskommt, wenn ein Gen mutiert
oder fehlt. Jedoch, warum geschieht eine spontane Genmutation oder warum verschwinden
Genanteile? Dies bleibt die unbeantwortete Frage. Eine Zelle ist ein sehr komplexes
Wesen, ein eigenes Universum, und unser genetisches Buch ist sehr komplex. Durch
das Human-Genomprojekt haben wir eine leidliche Vorstellung von der Anzahl der
menschlichen Gene, allerdings verstehen wir ihr Zusammenspiel nicht. Der Mensch
hat die gleiche Anzahl Gene wie bestimmte Pflanzen, aber wir sind schließlich
keine Pflanzen!
Gibt es also eine komplexe Verbindung unter den Genen, ein Netzwerk von Frage
und Antwort, oder liegt der Schlüssel in der Proteinvielfalt, wie ein neues
Wissenschafts-Gebiet vorschlägt, das Proteomics genannt wird? Was aber,
wenn noch anderes als die Gene unsere Existenz bestimmt? Gibt es Frage und Antwort
auch in den immateriellen, feinstofflichen Bereichen des Lebens?
Durch meine Studien in der Template-Foundation in den Niederlanden bin
ich zur Ansicht gelangt, dass im besseren Verständnis der elektromagnetischen
und energetischen Systeme des Menschen der Schlüssel liegen dürfte.
Diese Systeme können von der Wissenschaft nicht greifbar gemessen werden,
doch wissen wir von ihrer Existenz, z.B. kennen wir die Energiefelder der menschlichen
Aura. Es ist klar, dass eine Pflanze oder ein Tier nicht auf dem gleichen Energieniveau
funktioniert wie der Mensch. Zwar haben alle Lebensformen Proteine, doch ist
der Mensch verschieden von allen anderen Lebensformen auf der Erde. Zum Beispiel
greift der Mensch tiefgreifend in seine Umgebung ein. Wir können bestimmte
Milieus herstellen, in der Kälte können wir Wärme erzeugen, bei
Unbehaglichkeit Behaglichkeit schaffen. Können wir dann nicht auch innere
Milieus erschaffen?
Im Angloamerikanischen spricht man von feeling blue oder vom blues,
einer Art Melancholie. Gibt es vielleicht ein Protein im Körper, das einen
aus dem Blauen heraus niedergeschlagen oder traurig macht? Persönlich
wäre ich nicht überrascht, wenn eines Tages eine Substanz im Hirnstoffwechsel
nachgewiesen wird, die den Körper mit Depression reagieren lässt oder
Müdigkeit, Reizbarkeit etc. hervorruft. Aber könnte es nicht sein,
dass wir, wenn wir gute oder schlechte Gefühle in uns erzeugen, ein Milieu
schaffen, auf das der Körper mit einer entsprechenden Proteinproduktion
reagiert?
Was wäre, wenn Krebs durch unser selbsterschaffenes inneres Milieu
ausgelöst würde? Irgendwo fängt Krebs an, aber wo?
Ja, wenn sich jemand große Mengen an krebserregenden Substanzen
zuführt, löst er wahrscheinlich die Krankheit aus. Hier ist der Zusammenhang
eindeutig, wir beeinflussen das innere Milieu durch Stoffaufnahme. Aber neben
der Nahrungsaufnahme gibt es noch andere Einflüsse. Vladimir sieht
Zellen als in einem Milieu verbundene und zusammenlebende Einzelwesen und wundert
sich dabei über Dynamik und Verhaltensvielfalt von Karzinomen. Jedes
menschliche Organ hat seine genetisch bestimmte Charakteristik. Krebs aber ist
so dynamisch, dass Leute mit dem gleichen Krebstyp nicht unbedingt die gleiche
genetische Anomalie teilen. (Die einzige Ausnahme ist Blutkrebs, was uns Tiefgehendes
über die Natur des Blutes sagt.) Können wir also sagen, dass verschiedene
Ursachen ein gleiches Resultat hervorbringen? Könnte es sein, dass unsere
Denkmuster, wie wir unser Leben leben, wie wir Schwierigkeiten begegnen, wie
wir reagieren dass alles das ein inneres Milieu schafft, das wiederum
bestimmte Körperreaktionen erlaubt, die Krebs auslösen können?
Diese Möglichkeiten versuche ich auf Laborebene zu erforschen.
Die Rolle von Zahlen und Farbe
Vladimir Bezrookove hat sich auf das kolorektale Karzinom spezialisiert und
untersucht, wie natürliche Gesetzmäßigkeiten neue Einsichten
in diese Krankheitsform erlauben könnten. Schauen Sie, ich wende
hier Forschungen an, die ich in der Template Foundation unternommen habe. Wenn
wir uns mit Milieus beschäftigen, müssen wir die feinen elektrischen
Welten und Energien berücksichtigen, Tempi und Frequenzen und die Tatsache,
dass jegliche Energie als Farbe gedeutet werden kann. Unsere Forschung hat gezeigt,
dass die Natur des Dickdarms blau ist, oder, mit anderen Worten, sein Milieu
schwingt auf der gleichen Frequenz wie das Blau des siebenfältigen Spektrums.
Blau hat ein spezifisches Tempo und eine spezifische Frequenz, und Darmzellen
reagieren und funktionieren vorprogrammiert innerhalb blauer Frequenz. Der Einbruch
einer anderen Frequenz in dieses Milieu kann dieses beeinflussen und verändern
und damit Ungleichgewicht in der Zellstruktur verursachen.
Nun ist es interessant, dass man bei bestimmtem kolorektalem Krebs in
mehr als 90% der Fälle eine Mutation im so genannten APC-Gen auf Chromosom
5 findet. Beim Einsetzen von Zahlen und Farben in die Gleichung sehen wir, dass
die fünfte Farbe des Spektrums Blau ist! Vielleicht können wir auf
die Chromosomen 1 bis 22 plus Geschlechtschromosomen einmal das Farbspektrum
von Rot bis Violett projizieren. Chromosom 5 und 12 würden dann mit Blau
korrelieren. Und interessanterweise gibt es auch auf Chromosom 12 ein Gen, welches
beim Entstehen des Kolorektalkarzinoms involviert scheint! Ist dies nur Zufall?
Zudem ist es ein Charakteristikum der Kolorektalkrebszellen, dass sie über
mehr als 46 Chromosomen verfügen. Vladimir fragte sich also, ob der Körper
nicht Zellen repliziert, um die Mutation des abnormen Gens zu kompensieren.
Seine Forschungen führen ihn auf neue Gebiete, die noch unter Laborbedingungen
untersucht werden müssen.
Es ist wichtig, dass man neue Theorien und Einsichten gründlich testet,
besonders wo es sich um menschliche Gesundheit handelt. Meine Arbeit steht noch
am Anfang. In einem weiteren Forschungsgebiet befasse ich mich mit dem Ablauf
der Ereignisse beim Krebswachstum. Das Fortschreiten von Krebs ist eine Kettenreaktion
von Mutation verschiedener Gene, notwendigerweise müssen wir studieren,
welche Gene mutieren und warum.
Wenn wir effektiv Fortschritte in der Krebsbehandlung finden wollen, müssen
wir eben Ursachen und Entwicklung verstehen. Dann können wir auch wissenschaftlicher
als bisher an die Prävention herangehen.
Wir kennen sehr wohl das Resultat, wenn bestimmte Gene mutieren, aber
wir müssen die Abfolge der Prozesse verstehen lernen, die zu diesem Resultat
führen. Zufallstests haben gezeigt, dass viele Gene in diese Prozesse verwickelt
sein können, aber wir wissen noch nicht, was woraus folgt. Durch die hier
vorgestellte neue Herangehensweise erhoffe ich mir ein besseres Verstehen der
Abläufe bei Tumorentstehung und -entwicklung auf genetischer Ebene.
Vladimir hofft, dass seine Arbeit deutlich macht, wie wichtig ein weitreichendes
Studium der elektromagnetischen Bereiche des Menschen ist.
Dabei ist das physische Erscheinen der Krebsgeschwulst nur ein Symptom von Vorgängen
in Bereichen, die der wissenschaftlichen Messung nicht so ohne weiteres offen
stehen. Es bedarf eines viel umfassenderen Verständnisses der Begriffe
von Umwelt und Milieu bei der Erforschung der Innen- wie der Außenwelt.
Ausblick
Ich fragte Vladimir, wie er die Zukunft seines Forschungsgebiets einschätzt,
und er erklärte, dass die Wissenschaft zunehmend verzweifelter wird. Den
Code haben wir geknackt, das menschliche Genom aber was nun? Hilft das
uns bei der Bewältigung der allgemein menschlichen Herausforderungen, mit
denen wir konfrontiert sind? Wir können die Gene besser verstehen. Ist
aber das Verständnis dessen, was jenseits der Gene liegt, nicht wichtiger?
Das Interview wurde von Marion Verweij, Niederlande, geführt.
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