TOPAZ 4. Ausgabe 2002
Willkommen
Feminenza - internationales Frauennetzwerk
Die Botschaft des Wassers
Filmbesprechung: A Beautiful Mind
Die menschliche Template
Lustige Rätsel
Umgang mit Kindern
Musik durch drei Jahrhunderte
Philosophisches Essay und Öffentlichkeitsarbeit
Neue Ansätze in der Altenpflege
Philosophisches Essay und Öffentlichkeitsarbeit
Der Pavillion der Farben

Die Botschaft des Wassers

Masaru Emoto, 1943 in Yokohama (Japan) geboren, ist Direktor des Allgemeinen Forschungsinstituts Japan, IHM. Seit nunmehr 15 Jahren führt er Forschungen zur Natur des Wassers durch. Wie er in seinem zweiten Buch „The Message of Water” schreibt, betreibt er seine Forschung „eher aus ursprünglich menschlicher Perspektive als mit rein wissenschaftlichen Augen”.

TOPAZ konnte im März 2002 auf einem Diavortrag von Masaru Emoto in Bonn einen persönlichen Eindruck von diesen faszinierenden Entdeckungen gewinnen und stellt diese heute mit freundlichem Einverständnis des Autors vor. Dieser überraschte die ca. 500 Zuhörer auch damit, dass er während des Vortrages zur Auflockerung gekonnt deutsche Volkslieder zum Besten gab. Es war ein spannender und sympathischer Abend.

Schöne Worte bringen schöne Kristalle hervor Niels Bohr, dänischer Nobelpreisträger, wurde einmal von einem Freund beobachtet, als er gerade ein Hufeisen über seiner Tür befestigte. „Du glaubst doch nicht etwa an so was?”, sagte der Freund, worauf Bohr antwortete: „Natürlich nicht! Aber ich habe mir sagen lassen, dass es trotzdem wirkt.”

Masaru Emoto, der mit seiner Frau und einer Übersetzerin aus Japan angereist war, berichtete, dass er sich vor vielen Jahren gefragt hat, warum jeder Schneekristall in seiner hexagonalen Struktur einzigartig und unterschiedlich sei und ob man denn den Prozess der Kristallisierung beeinflussen könne. Diese Frage ließ ihn nicht mehr los, und er entwickelte eine besondere Technik, die er in seinem Buch auch näher erläutert, um die Kristallisation von Wasser zu photographieren. Er beobachtete Erstaunliches: Durch „Bespielen” des Wassers mit verschiedenen Musikstücken oder durch „Besprechen” des Wassers mit Worten unterschiedlichen Inhalts wurde der Kristallisationsvorgang beeinflusst. Positiv assoziierte Worte schufen schöne Kristalle, mit Hässlichem assoziierte Worte verzerrten die normale hexagonale Struktur. Ähnliches bewirkte Musik. Klassische Musik schuf klare Kristalle, Heavy Metal Musik scheint den Prozess der Kristallisation zu beeinträchtigen.

Du wirst, was du denkst

Die Philosophiegeschichte kennt viele Kontroversen. Allerdings sind sich die meisten Philosophen einig: „Du wirst, was Du denkst”. Wenn Wasser tatsächlich so empfänglich ist, kann es den Zustand seiner Umgebung aufzeichnen.

Da ca. 70 % unseres menschlichen Körpers aus Wasser besteht, stellt sich die Frage: Könnte es sein, dass unser zellgebundenes und freies Wasser, ebenso Blut, Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit etc. unsere Gefühle, Erfahrungen und Entwicklungen speichern?

Durch Denken und andere Lebensvorgänge strahlen unser Gehirn und alle anderen Körperteile ständig elektromagnetische Mikrosignale aus. Ist es möglich, dass diese kontinuierlichen Prozesse Tag für Tag im Blut und in anderer Körperflüssigkeit aufgezeichnet werden? Ähnlich einem Kassettenrecorder? Wenn dies zutrifft, dann können wir durch die Qualität unserer Gedanken unseren Gesamtzustand entscheidend beeinflussen.

Die Kraft von Gedanke und Gefühl

Bereits 1973 berichteten Tompkins und Bird, dass Pflanzenwachstum positiv oder nachteilig durch Musik beeinflusst werden kann. Ebenso liegen wissenschaftliche Forschungen vor, die den Einfluss von Musik auf die Hirnaktivität und das Wohlbefinden des Menschen untersuchen.

Emotos Photographien der Wasserkristalle werden sicherlich kontroverse Diskussionen auslösen, aber sie regen zum Nachdenken an und sind ein weiterer spannender Schritt zu einem erweiterten Verständnis des Lebens und der besonderen Verbindung allen Lebens.

Roland Böhringer

Copyright © 2001-2014 Topaz Verein, 57639 Udert/Rodenbach. Alle Rechte vorbehalten.